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Verdauungsstörungen – wohltuende Wärme hilft

 

Sei es bei Krämpfen, Durchfall, Blähungen oder Verstopfung -  Pflanzen finden bei Störungen des Magen-Darm-Traktes eine vielfache Anwendung. Wenn man sie als Tee zubereitet, entfalten sie dazu noch eine wohlige Wärme, die gut tut.

  

Arzneidrogen, die die gastrointestinale Motorik anregen /Amara  Aromatika) werden vorwiegend bei dyspeptischen Beschwerden verwendet. Es wird mit Hilfe der Arzneidrogen eine Linderung von Völlegefühl, Meteorismus, Oberbauchbeschweren und Krämpfen erreicht. Ätherisch-Öl-Drogen wirken dagegen spasmolytisch (entkrampfend), peristaltikfördernd sowie antibakteriell.

 

Häufig in Tees genutzte Pflanzendrogen sind u.a.: Angelika- Enzian- und Löwenzahnwurzeln, Pfefferminze, Pomeranzenschalen, Tausendgüldenkraut,  Schafgarbe und Wermutkraut, Fenchel, Kümmel und Korianderfrüchte sowie die allen bekannten Kamillenblüten.

 

Bewährte Rezepturen für Magentees können je nach Beschwerdebild sehr individuell ausgewählt und angepa0t / verordnet werden.

 

So wirkt zum Beispiel eine Mischung aus gleichen Teilen von Kümmelfrüchten, Kamillenblüten, Pfefferminzblättern und Baldrainwurzel entblähend und entkrampfend.

 

Ist dagegen auch eine Galle anregende und appetitfördernde Wirkung gewünscht, so kann man zum Beispiel eine Teemischung aus Angelikawurzel (29,0), Schafgarbenkraut (30,0), Tausendgüldenkraut (10,0) und Wermutkraut (10,0)zusammenstellen.

  

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis: Vorsicht bei Tees mit Angelikawurzel, diese erhöht die UV-Lichtempfindlichkeit der Haut bei dafür sensiblen Menschen und diese sollten daher ein längeres „Lichtbad“ vermeiden. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Furocumarine.

 

 Als sogenannte Rollkur bei spastischen Beschwerden und bei zu viel Magensäurebildung / Reflux, hat sich die regelmäßige Anwendung über zwei Wochen von Kamillenblüten bewährt. Hierbei wird frisch aufgebrühter Tee (wirkt am besten) oder alternativ ein Glas warmes Wasser mit 30 – 50 Tropfen Kamillenextrakt nüchtern  viertelweise getrunken. Man liegt dann für fünf Minuten nach dem ersten Viertel auf dem Rücken, nach dem Zweiten auf der linken Seite, nach dem Dritten auf dem Bauch und nach dem letzten Viertel auf der rechten Seite.   

  

Gute Besserung

 

Dipl. Med. Harald Weber * Facharzt für Allgemeinmedizin / Flugmedizin
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